Buch mit CD mit Sufi-Musik von Hosh Newa
von Hazrat Inayat Khan
„Der Mensch meditiert, weil er nicht lieben kann“, oder „warum sollen wir uns auf etwas konzentrieren, was wir nicht lieben“ (Hazrat Inayat Khan). Das Objekt, worauf wir uns bei der Meditation konzentrieren, sollte etwas Schönes sein, das wir gern betrachten, das wir lieben und immer betrachten wollen. Das kann eine sehr schöne Musik sein, ein Kunstwerk oder die Natur. Wenn wir von der Schönheit derart beeindruckt sind, dass wir unser äußerliches Dasein, unsere Gedanken und Gefühle vergessen haben, dann sind wir im Bereich der mystischen Erfahrung.
Okyanus Verlag 2012 | 22,5 x 15,5 cm - 187g, | 142 Seiten | Taschenbuch
mit CD: Sufimusik von Hosh Newa: Ilahis
ISBN:978-975-6529-80-5
Ausgewählt und eingeleitet von Aftab Talat Kamran
Übersetzung: Cem Alacam und Karima Sen Gupta
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Ideales Buch für Menschen, die universelle Meditationstechniken suchen.
Leseprobe
Hazrat Inayat Khan (1882-1927) ist der erste Sufimeister und indische Musiker , der 1910 in den Westen (USA und Europa) kam. Er war Hindustani-Muslim und vertrat sowohl die muslimische Mogul- wie
auch die Hindu-Tradition. Schon in Indien sah er den mächtigen Einfluss des Westens in der orientalischen Welt Indiens. Die materialistische Art und Weise des Lebens gewann immer grössere
Bedeutung in Indien während seiner Jugendzeit. Er erkannte aber die Einseitigkeit des Materialismus. Ohne die westliche Welt und ihre Technologie abzulehnen, versuchte Hazrat Inayat Khan während
seines Aufenthalts im Westen eine spirituelle Dimension ins Leben moderner Menschen zu bringen. Er hat nicht die religiöse Methode oder eine konventionell-ethische Methode gewählt. Er brachte
seinen Zuhörern die ästhetische Methode der Sufi-Meditation nahe. Er sagt : „ Der Mensch meditiert, weil er nicht lieben kann“, oder „warum sollen wir uns auf etwas konzentrieren, was wir nicht
lieben“. Das Objekt, worauf wir uns bei der Meditation konzentrieren, sollte etwas Schönes sein, das wir gern betrachten, das wir lieben und immer betrachten wollen. Das kann eine sehr schöne
Musik sein, ein Kunstwerk oder die Natur. Wenn wir von der Schönheit derart beeindruckt sind, dass wir unser äußerliches Dasein, unsere Gedanken und Gefühle vergessen haben, dann sind wir im
Bereich der mystischen Erfahrung.Für Hazrat Inayat Khan gibt es keine christlichen, jüdischen oder muslimischen Mystiker. Es gibt nur Mystiker. Die mystische Erfahrung ist ein und dieselbe in
ihrem Wesen.
Um Hazrat Inayat Khans Ausführungen zur Meditation zu verstehen, sollten wir genau wissen, was wir sind und welchen Teil von uns wir erforschen wollen. Sind wir unser Körper, unser Geist, unsere
Gefühle, unsere Seele? Die Antworten auf diese Fragen sind nicht einfach. Wir machen ständig verschiedene Erfahrungen und identifizieren mit unseren verschiedenen Teilen. Unser Bewusstsein
wandert von einem zum anderen Teil. Wenn ich ein Beispiel geben darf: Wir sollten uns ein Gespräch mit unserer Mutter vorstellen, das wir oft erlebt haben. Manchmal kritisieren wir unsere Mutter
und sie spricht mit harten Worten zu uns. Wir reagieren darauf emotional, wir fühlen uns schlecht und sind wütend. In diesem Moment lassen wir die Vernunft sprechen und sagen uns selbst, dass es
unsere Mutter ist und wir nicht böse werden sollten. Ein anderer Gedanke wird auftauchen und uns einflüstern, dass sie nicht auf diese Weise mit uns sprechen sollte. Dieses Selbstgespräch wird
sich in uns fortsetzen. Mag sein, dass wir direkt reagieren, mag sein, dass wir uns zurückhalten. Doch nach einer Weile empfangen wir ein tiefes Gefühl in unserem Herzen, ein Gefühl der Liebe und
des Mitgefühls für unsere Mutter und werden alles vergessen, was geschehen ist. All dies erleben wir und unser Bewusstsein wird wie ein Aufzug vom einen zum anderen Ort fahren. Ein weiteres
Bespiel ist, was wir jeden Tag erleben. Während wir Fernsehen schauen, sind wir manchmal so sehr darauf konzentriert, dass wir nicht mehr hören, wenn jemand zu uns spricht. Obwohl unser Körper
zugegen ist und unsere Ohren geöffnet sind, so ist unser doch Bewusstsein auf einen anderen Punkt fokussiert. Wenn wir diese Beispiele untersuchen, erkennen wir, dass in manchen Situationen die
verschiedenen Teile in uns zu Tage treten. Doch nach den Sufis sind wir unseres eigenen Selbst kaum wirklich bewusst. Was ist unser eigenes Selbst? Das Buch Sufi-Meditation beantwortet diese
Frage gründlich und mit Übungen.
Sehr wichtig für die Meditation ist es, dass die Seele die Fähigkeit besitzt, einem Spiegel zu gleichen und gleichzeitig transparent zu sein, die Seele auf einer Seite abzudecken, um einen
Eindruck von Innen, um Inspirationen und Offenbarungen zu empfangen. Alle Wazifa, Zikr, Fikr oder ähnliche Übungen sind dazu da, die äußere Seite der Seele abzudecken. Stell dir vor, dass wir
Wazifa üben und an die eine göttliche Eigenschaft denken. Wenn wir uns selbst auf die göttliche Eigenschaft fokussieren können und unser Bewusstsein damit abdecken, dann kann die Reflektion von
Innen empfangen werden. Die gleiche Erfahrung kann gemacht werden, wenn wir uns auf ein schönes Objekt konzentrieren, auf eine wundervolle Natur, auf ein schönes Musikstück. Wir können uns so
sehr auf äußere Schönheit fokussieren, so dass wir von dieser Schönheit überwältigt werden. Wir können ein weiteres Beispiel geben: Stellen wir uns vor, dass wir durstig sind und nach Wasser
suchen. Wir finden das Wasser schnell. Da ist ein tiefes Loch, aber wir können nicht bis zu seinem Boden sehen, ob es mit Wasser gefüllt ist. Was wir tun können, ist, dass wir einen Eimer in das
Loch werfen, der an ein Seil gebunden ist. Wenn am Boden des Loches Wasser zu finden ist, hören wir den Klang des Wassers. Und wir können Wasser zum Trinken emporziehen. Ebenso verhält es sich
mit der Meditation: Alle Konzentrationsübungen wie Wazifa, Zikr, Fikr sind Instrumente wie dieser Wassereimer. Die Hauptfrage ist, gibt es Wasser am Grund des Loches oder nicht? Wenn es Wasser
gibt, so wird der Klang, das Echo sich früher oder später zu hören sein. Manchmal während der Meditation, manchmal am nächsten Tag. Doch wir werden die Wirkung der Meditation erfahren. Deshalb
ist es sehr wichtig geduldig und offen zu sein, um den Klang des Wassers zu vernehmen.
Der Herausgeber dieses Buches wählte die Meditationstexte aus seinen Vorträgen aus und brachte diese in Form von Fragen und Antworten über die Fragestellungen : ’Was ist Meditation? Warum und wie
meditieren die Sufis?’.
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